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Meine liebsten bulgarischen Gerichte – ehrlich und direkt

Die bulgarische Küche ist alles andere als simpel. Sie basiert auf viel frischem Gemüse, ist gesund, leicht und richtig lecker. Kein schweres Zeug, sondern oft frische, natürliche Zutaten, die gut zusammenpassen. Genau das mag ich an der Küche dort – sie fühlt sich nicht nur gut an, sondern schmeckt auch so. Hier erzähle ich dir von meinen liebsten Gerichten, die ich bei meinen Reisen in Bulgarien immer wieder gern esse.k.

Tarator – meine Rettung an heißen Tagen

Tarator ist so eine kalte Joghurtsuppe mit Gurken, Dill und manchmal ein paar Walnüssen drin. Man kann sie aber auch einfach aus dem Glas trinken. Wenn draußen die Sonne brennt, ist das für mich das perfekte Essen. Frisch, leicht, und man wird nicht vollgestopft. Ich habe das oft als Vorspeise bestellt oder einfach zwischendurch gegessen, wenn ich Hunger hatte, aber nichts Schweres wollte.

Rezept Tarator – Kalte Joghurtsuppe aus Bulgarien

Zutaten:

  • 500 g Naturjoghurt (am besten griechischer oder bulgarischer Joghurt)
  • 1 Gurke, fein gewürfelt
  • 2 Knoblauchzehen, fein gehackt oder gepresst
  • 2 EL frischer Dill, fein gehackt
  • 3 EL Walnüsse, grob gehackt (optional)
  • 2 EL Olivenöl
  • 200 ml kaltes Wasser (je nach gewünschter Konsistenz)
  • Salz nach Geschmack

Zubereitung:

  1. Den Joghurt in eine Schüssel geben und mit dem kalten Wasser verrühren, bis die Suppe die gewünschte Konsistenz hat.
  2. Gurke, Knoblauch, Dill und Walnüsse untermischen.
  3. Mit Salz abschmecken.
  4. Vor dem Servieren das Olivenöl darüberträufeln.
  5. Gut gekühlt genießen – als erfrischende Suppe oder direkt aus dem Glas trinken.

Shopska Salat – der Klassiker, der nie enttäuscht

Der Shopska Salat ist quasi das Standard-Ding in Bulgarien: Tomaten, Gurken, Paprika, Zwiebeln und oben drauf ordentlich Schafskäse. Ich finde den Salat super, weil er frisch ist und zu allem passt. Egal ob zum Grillfleisch oder einfach solo – ich bestelle den fast immer mit.

Banitsa – das herzhafte Gebäck für unterwegs

Wenn du länger als drei Tage in Bulgarien bist, wirst du an Banitsa nicht vorbeikommen – und das ist auch gut so. Dieses Gebäck aus hauchdünnem Teig, gefüllt mit Käse und Joghurt, gibt es in jedem Dorf, an jeder Straßenecke und in jeder Bäckerei. In Bulgarien isst man Banitsa morgens zum Kaffee, unterwegs im Bus, oder einfach so zwischendurch. Für mich ist Banitsa ein bisschen wie ein kulinarischer Begrüßungskuss – warm, herzhaft und tröstlich. Und wenn du sie einmal selbst gemacht hast, wirst du verstehen, warum sie hier so geliebt wird.

🥧 Rezept Banitsa – Bulgarischer Käse-Strudel

Zutaten (für eine runde Backform Ø 28–30 cm)

  • 1 Packung Yufka- oder Filoteig (ca. 400 g, im Kühl- oder TK-Bereich)
  • 400 g Sirene (bulgarischer Schafskäse) oder Feta
  • 3 Eier
  • 200 g Naturjoghurt (10 % Fett, nicht zu flüssig)
  • 50 ml Sonnenblumenöl oder neutrales Pflanzenöl
  • ½ TL Backpulver
  • Etwas Butter zum Einfetten
  • (Optional) Sesam zum Bestreuen

Zubereitung

  1. Backofen vorheizen auf 180 °C Ober-/Unterhitze.
  2. Füllung vorbereiten: Sirene oder Feta in einer Schüssel zerbröseln. Eier, Joghurt, Öl und Backpulver dazugeben, gut verrühren. Die Masse darf ruhig etwas stückig sein.
  3. Teig schichten:
    • Eine Teigplatte auf ein sauberes Brett legen, 2–3 EL der Füllung gleichmäßig darauf verteilen.
    • Locker aufrollen oder zusammenfalten.
    • In die eingefettete Form spiralförmig von innen nach außen legen.
    • Mit den restlichen Teigblättern und Füllung wiederholen, bis alles aufgebraucht ist.
  4. Oberfläche bestreichen mit etwas von der übrig gebliebenen Füllung oder mit einem verquirlten Ei. Optional Sesam darüberstreuen.
  5. Backen: Ca. 35–40 Minuten goldbraun backen. Falls sie zu schnell bräunt, mit Alufolie abdecken.
  6. Abkühlen lassen: Banitsa kurz ruhen lassen und lauwarm oder kalt servieren.

💡 Tipp: In Bulgarien isst man Banitsa oft zum Frühstück – mit Ayran, Joghurt oder süßem Menta-Limonadengetränk.

Lyutenitsa – der scharfe Brotaufstrich

Lyutenitsa ist eine würzige Paprika-Tomaten-Paste, die ich gern als Brotaufstrich esse. Irgendwie süß und scharf zugleich. Ich hab’s oft zum Frühstück gehabt oder als Snack zwischendurch. Für mich eine tolle Abwechslung, wenn man mal keine Marmelade will.


Das war’s auch schon – meine persönlichen Favoriten aus der bulgarischen Küche. Was ich daran mag: Man braucht nicht viel, um gut zu essen. Authentisch, unkompliziert und lecker. Wenn du mal in Bulgarien bist, probier die Sachen unbedingt aus.

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